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Schrottwirtschaft massiv unter Druck Preise fallen auch im Februar 2016

Die Stimmungslage der deutschen Wirtschaft, so das Bundeswirtschaftsministerium, sei schlechter geworden. Zwar gebe es in einzelnen Bereichen

zum Beispiel der Bauwirtschaft gewisse Lichtblicke, insgesamt seien aber sowohl bei der weltweiten Industrieproduktion als auch im produzierenden Gewerbe in Deutschland Schwächephasen noch nicht überwunden.

Seit Längerem spüren auch die Stahlwerke den Druck des Weltmarktes. Nach Angaben von EUROFER sind die Stahllieferungen aus Drittstaaten in die EU allein von Oktober bis November 2015 um 51 % (zum Vorjahresver- gleich 2014) gestiegen. Der starke Wettbewerb hat zu sinkenden Stahlpreisen geführt. Mittlerweile warnen sogar einige europäische Wirtschaftsminister vor dem Ende der euro- päischen Stahlindustrie. Sie haben Anfang Februar 2016 die EU-Kommission auf die existenzbedrohenden Belastungen der euro- päischen Stahlindustrie insbesondere durch chinesisches Dumping hingewiesen.

Aber nicht nur große Stahlkonzerne kämpfen um das Überleben auch die überwiegend mittelständisch geprägte Stahlrecyclingwirtschaft spürt die Krise. Viele Händler haben bereits große wirtschaftliche Probleme. Etliche Unternehmen schreiben mittlerweile Verluste, verbunden mit entsprechendem Arbeitsplatz- abbau.

Die Preise wurden im Berichtsmonat durch- schnittlich um 10 EUR/t reduziert.

Die Regionen im Einzelnen:

·       Der Absatz im Westen ist weiterhin ein- geschränkt einzelne Verbraucher sind nicht im Markt. Die  Preise  wurden  um 10 EUR/t gesenkt.

·       Im Norden besteht ebenfalls ein einge- schränkter Bedarf. Die Preisreduzierung liegt bei 10 EUR/t.

·       Bei den ostdeutschen Werken ist der Bedarf überwiegend normal. Der Preis wurde um 10 EUR/t zurückgenommen, wobei sich ein Werk noch in Verhandlun- gen befindet.

·       Im Süden wurden die Preise um 10 EUR/t gesenkt. Der Bedarf ist normal. Im Süd-


Westen wurden die Preise zwischen 10 und

15 EUR/t reduziert. Der Absatz bei den Werken ist schwach und auch der Materialzulauf könnte deutlich besser sein. An der Saar ist der Bedarf noch ordentlich. Im Sommer wird ein Ofen für rund 3 Monate abgestellt.

·       Auch die europäischen Nachbarländer fol- gen dem allgemeinen Trend. Belgien und Luxemburg senken den Preis um 10 EUR/t. Der Bedarf ist weitgehend normal. Frankreich hat die Preise je nach Sorte und Qualität um bis zu 15 EUR/t zurückge- nommen. Die Niederlande bewegen sich bei bis zu -12 EUR/t bei normalem Bedarf. Österreich reduziert die Importpreise  um 10 EUR/t   und   die   Inlandspreise    um 15 EUR/t. Der Bedarf ist geringer. Die Schweiz hat den Inlandspreis um 15 SFR/t gesenkt und den Importpreis um 15 EUR/t. Der Bedarf ist normal. Die italienischen Werke haben etwas weniger Bedarf aufgrund guter Bevorratung. Der Preisab- schlag  bewegt  sich  zwischen   10   und 15 EUR/t je nach Sorte und Qualität. Polen reduziert  den  Preis  zwischen   15   und 18 EUR/t bei normalem Bedarf. Tschechien senkt den Preis zwischen 10 und 15 EUR/t bei geringem Bedarf. Spanien zeigt nur wenig Bewegung und ist kaum im Markt bei Abschlägen um 10 EUR/t. Die Türkei hat keinen nennenswerten Einkauf in Europa. Sie setzt günstige Knüppel aus China ein und deckt sich vorrangig von der Ostküste der USA ein. Aus der EU gab es drei Schiffe in den letzten Wochen mit Preisen von 170/172 US\$ cfr für eine HMS 75/25 und 180/182 US\$ cfr für eine HMS 80/20. Der Absatz Richtung Türkei könnte besser sein.

·       Auch auf dem Gießereimarkt wird die Lage langsam schwieriger. Zu einem schon länger schwachen Maschinenbau zeichnet sich auch im Automobilsektor  bereits eine Trendwende ab. Die Preise wurden überwiegend um 10 EUR/t reduziert.

 17.02.2016